Bei Menschen mit einer Pflegestufe, die zu Hause von Angehörigen oder privaten Pflegepersonen betreut werden, führt ein ambulanter Pflegedienst Ihrer Wahl in regelmäßigen Abständen einen Beratungseinsatz durch, bei dem überprüft wird, ob die Pflege des bedürftigen Menschen gesichert ist und er alle notwendigen Hilfsmittel hat

Kostenträger: Pflegekasse

Bei dem Pflegepflichteinsatz geht es NICHT – wie vielfach befürchtet – um eine Überprüfung der Pflegestufe! Überprüft werden soll allerdings durch eine Pflegefachkraft, ob die Qualität der häuslichen Pflege sichergestellt ist. Im Klartext bedeutet dies: wird der pflegebedürftige Mensch angemessen und richtig gepflegt? Sind alle dafür notwendigen Hilfsmittel vor Ort? Können ggf. weitere Pflegehilfsmittel den Zustand des Pflegebedürftigen verbessern, die Pflege erleichtern oder die Angehörigen/Pflegenden entlasten? Die Pflegekassen übernehmen die Kosten für diese Einsätze und haben ein einheitliches Formular entwickelt, in dem die Sicherstellung der Qualität der häuslichen Pflege dokumentiert wird.

SGB XI Paragraph 37
„Pflegebedürftige die Pflegegeld beziehen haben

1. bei Pflegestufe I und II einmal halbjährlich
2. bei Pflegestufe III einmal vierteljährlich

eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch eine zugelasssene Pflegeeinrichtung oder, sofern die durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung vor Ort nicht gewährleistet werden kann, durch eine von der Pflegekasse beauftragte, jedoh von ihr nicht angestellte Pflegekraft abzurufen.

Kostenträger Pflegekasse